Der Blowjob auf der Leinwand

Intimacy Film CoverMittlerweile ist es keine Seltenheit, dass Sex-Szenen offen gezeigt werden in diversen Kinofilmen sowie im Fernsehen. Selbst die öffentlichen Sender ARD und ZDF zeigen hocherotische und recht freizügige Streifen wie etwa Intimacy regelmäßig im späteren Abendprogramm. Und in den Kinofilmen des 21. Jahrhunderts hat man ohne erotische Szenen mit Blowojobs und Orgasmen schon fast das Gefühl, das etwas fehlt.

Dabei ist es für die Darsteller, die in der Regel nicht aus sem Erotik-Etablissement kommen, nicht einfach, diese Situation zu inszenieren. Wie komplex vermeintlich simple sexuelle Abläufe im Kino, aber auch im echten Leben sein können, wollen wir mal am Beispiel der Fellatio (Blowjob) verdeutlichen.

Kein einziger Film mit Blowjob im öffentlichen Fernsehen in den 90ern

In ganz Europa war man hinsichtlich der Sexualität auf Leinwänden in den 90ern Jahrn noch sehr zurückhaltend. Wer hier sehen möchte, wie Mann einen geblasen bekommte, musste in ein erotisches Filmstudio gehen. Oftmals haben hier die klassischen Versandhändler für Sextoys ein zusätzliches Geschäft gemacht und Kabinen aufgestellt, die nicht nur von Männern genutzt wurden.

Sex auf der Kinoleinwand heute

Mittlerweile ist Erotik, Sex und Orgasmus an der Tagesordnung. Komödien, Spielfilme und auch Thriller sind voll davon – das klassische Drama sowieso. Kaum ein internationaler Spielfilm in den letzten 5 Jahren kommt ganz ohn Erotik aus. Die gesellschaftliche Sexualisierung hat also neben den Kanälen Werbung und Fernsehen, auch im Kino Einzug erhalten. Der grandiose Erfolg von Filmen wie Shades of Grey verdeutlicht es. Noch nie zuvor ist ein vor Sex-Szenen nur so triefender Film eine solche Aufmerksamkeit geschenkt bekommen und viele Millionen Kino-Zuschauer begeistert.

Film-Experten gehen davon aus, dass der Trend so weiter geht. Während momentan noch oft verdeckt recht harmlose Sexpraktiken wie der Blowjob gezeigt werden, ist anzunehmen, dass auch extremere Formen populärer werden. Die Akzeptanz im Publikum ist jedenfalls da.